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Von Wurzeln, Berggipfeln und der Weihe des Weiblichen: Meine Reise zu Maria Magdalena

Autorenbild: Katalin Kardos
Katalin Kardos
17. Sept.
2 Min. Lesezeit

„Du wirkst in deinen Videos und Bildern in letzter Zeit so anders – so tief verwurzelt, weich und doch voller Feuer.“

Diese Worte erreichten mich in den vergangenen Wochen immer wieder. Es stimmt: In mir hat sich etwas Grundlegendes verschoben. Wenn sich die innere Schwingung klärt, beginnt die physische Hülle unweigerlich mitzustrahlen.


Alles begann kurz vor meinem Geburtstag am 21. Juni. In einer intensiven Familienaufstellung durfte ich alte vaterthematische Verstrickungen und jahrzehntelange Überlebensmuster endgültig in Liebe entlassen. Mit gelösten Ahnenwurzeln betrat ich einen gänzlich unberührten Raum.


Im Juli führte mich der Ruf gemeinsam mit einer Seelenschwester nach Südtirol – an kraftvolle Orte uralter Ley-Linien und in das Feld von Maria Magdalena und Jesus. Vier Tage lang arbeiteten feinstoffliche und physische Transformationsprozesse gleichermaßen in mir.


Die Reise hielt eigene, ungeplante Pfade für uns bereit: Völlig unverhofft landeten wir in St. Magdalena. Wir traten barfuß um die kleine Kirche, um die rohe, unverfälschte Schwingung des Bodens direkt über die Fußsohlen aufzunehmen. Plötzlich zog ein gewaltiges Sommergewitter auf. Donner und Blitz schnitten durch das Tal, und wir suchten Schutz im Inneren der Kirche.


Während draußen die Naturgewalten tobten, schlug ich das Buch über Maria Magdalena auf, das mich begleitete, und las Wort für Wort bis zum letzten Donnerschlag. Als das Unwetter weiterzog, fühlte es sich an, als hätte der Regen jede alte Blockade, jede Verhärtung und jede Angst vor der eigenen Weiblichkeit restlos weggewaschen.


Maria Magdalena ist für mich weit mehr als eine biblische Gestalt: Sie verkörpert die ungezähmte Weisheit, die heilsame Vereinigung von Spiritualität und Sinnlichkeit, die Gefährtin auf Augenhöhe und die Hüterin des weiblichen Christusbewusstseins. Zudem trug meine geliebte Großmutter ihren Namen; ihr Heimgang hinterließ einst tiefe Spuren, und so begleitete mich ihr Segen auf Schritt und Tritt.


Der Höhepunkt entfaltete sich am 22. Juli, dem Gedenktag Maria Magdalenas. Auf einem Berggipfel, unter mir alte Klöster und die pulsierenden Erdmeridiane, webten sich die Energien zusammen: das weiche weibliche Empfangen und die schützende männliche Klarheit. Plötzlich erblickte ich hinter mir eine Gedenktafel für ein Neugeborenes. Der Kreis schloss sich: Es ging nicht nur um die Balance alter Kräfte, sondern um das Kindliche, die Unschuld, das bedingungslose Ja zu einem neuen Lebenszyklus.


Wieder zu Hause durfte diese Frequenz tief in die Materie sinken. Über Jahre hinweg lag mein Fokus auf geistigen Ebenen, während mein irdisches Gefäß vorsichtig im Rückzug blieb. Doch spirituelle Meisterschaft endet nicht im Äther – sie beginnt erst dort, wo wir die Seele fleischlich bewohnen. Eine neue, nährende männliche Präsenz trat in mein Feld, die mir im gegenwärtigen Augenblick spiegelte, wie es sich anfühlt, Schutzpanzer fallenzulassen, Hingabe zu wagen und die eigene Weiblichkeit vollkommen körperlich zu verkörpern. Völlig ungebunden von Zukunftskonstrukten, rein im heilsamen Jetzt.


Heute spüre ich die Einheit von Geist, Materie und Körper mehr denn je. Meine Seele hat ihr Zuhause in mir bezogen.



 
 
 

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